Bootsausfahrt Zone C (ca. 30-35 min Fahrt)

1. U-Bootwrack (Trümmerfeld)

Sehenswürdigkeiten:

Wrack eines gesprengten U-Bootes

Maximale Tiefe:

26 m

Beschreibung:

Etwa 5 sm vor der Küste liegt das Wrack eines zerstörten U-Bootes. Leider ist noch unklar, um welchen Typ oder um welches Boot es sich handelt.

Bei dem Tauchplatz handelt es sich um ein ca. 80×20 m großes Trümmerfeld. Zu erkennen sind noch ein 2 m hohes Turmfragment und 2 Torpedoschachtklappen. Über das Trümmerfeld sind größere und kleinere Teile der Außenhaut verteilt.

Da der Platz von den Fischern, wegen der großen Hängergefahr, gemieden wird, kann man hier regelmäßig große Schwärme Dorsch beobachten.

Am Tauchplatz herrscht durch die ungeschützte Lage fast immer mittlere bis starke Strömung.

Um ein sicheres Tauchen an diesem Tauchplatz zu gewährleisten, werden mindestens 20 Kaltwassertauchgänge vorausgesetzt!

2. "Ewer von Wismar"

Sehenswürdigkeiten:

Wrack eines historischen Lastenseglers

Maximale Tiefe:

21 m

Beschreibung:

8,5 sm vor der Küste befindet sich das sehr gut erhaltene Wrack eines ca. 180 Jahre alten Lastenseglers. Diese als Ewer bezeichneten Segler fanden vor allem in der Küstenschifffahrt der Nord- und Ostsee Verwendung, da sie als Plattbodenschiffe einen sehr geringen Tiefgang hatten.

Das 21 m lange, 6,5 m breite und 4,1 m hohe Schiff liegt auf ebenem Kiel in 21 m Tiefe.

Durch den geringen Sauerstoffgehalt in dieser Tiefe blieben der Eichenrumpf, die beiden Seitenschwerter, der Mast und Teile der Takelage in sehr gutem Zustand erhalten. Die Ladung - die aus Lehmziegeln bestand - ist größtenteils durch das Wasser aufgelöst worden. Jedoch sind die Weidenkörbe - die zum Transport dienten - noch deutlich zu erkennen.

Durch den Bewuchs an Seeanemonen (starke Filtrierer) - der das ganze Wrack überzieht - ist die Sicht in der Regel gut bis sehr gut. Es ist am Wrack mit einer ständigen Strömung zu rechnen.

Auch an diesem Wrack ist ein bestimmtes Maß an Ostsee-Taucherfahrung notwendig.

3. Zweimaster

Sehenswürdigkeiten:

Wrack eines Zweimast-Frachtseglers

Maximale Tiefe:

25 m

Beschreibung:

Bei einer Bergeaktion im Juni 2003 hatten wir zufällig eine ungewöhnliche Ortung. Bei einer späteren Nachsuche entdeckten wir - in 25 m Tiefe - das vollständig erhaltene Wrack eines Frachtseglers. Der Bauart nach zu urteilen datieren wir das Alter auf die Jahrhundertwende. Bisher konnten wir weder Nationalität noch Namen des Zweimasters in Erfahrung bringen. Da wir dort Positionslampen, Anker und Nebelhorn fanden, konnten wir von einer Erst-Betauchung ausgehen.

Dieses Wrack - das sich in einem ausgezeichneten Zustand befindet - liegt auf ebenem Kiel. Es ist ca. 34 m lang, 8 m breit und führte 2 Masten. Der Detailreichtum des Wracks ist außergewöhnlich. Zu sehen sind Blöcke, Tauwerk, Teile der Takelage und Weinflaschen.

Die beiden offenen Laderäume sind betauchbar. Im Bereich der Vorpiek befindet sich ein Niedergang und Laderaum der jedoch aufgrund seiner schwierigen Betauchbarkeit eher in den Tech-Dive-Bereich fallen würde. Im Bugbereich des Schiffes befinden sich ein größeres Leck sowie der unvollständige Namenszug. Im Umfeld des Schiffes befinden sich noch mehrere Wrack- oder Ladungsteile, die noch nicht erforscht wurden.

In der Nähe des Wracks und in den Laderäumen halten sich häufig größere Dorschschwärme auf.

4. Segler

Sehenswürdigkeiten:

exzellent erhaltener Segler

Maximale Tiefe:

21 m

Beschreibung:

Durch einen Tipp eines alten Fischers fanden wir im August 2004 das Wrack eines alten Seglers. Es ist in hervorragendem Zustand und darüber hinaus sind noch viele Details erkennbar.

Der Segler hat eine Länge von 10 m und eine Breite von ca. 4 m. Das Baujahr wird von uns auf die 30er Jahre geschätzt. Die Bauart und Bauform dieses Backdeckers lassen eine Herkunft aus dem skandinavischen Raum vermuten.

Obwohl es sich um ein relativ kleines Wrack handelt, sind noch sehr viele Einzelheiten zu erkennen. Bei einem Blick in den gut erhaltenen Niedergang kann man noch das Chronometer und andere nautische Instrumente entdecken.

Um dieses Wrack gibt es noch mehrere ungelöste Rätsel. Weder hat es einen Namen, noch taucht es in Verlustmeldungen auf. Am mysteriösesten jedoch sind der Fallschirm, der sich in Schiffsschraube und Ruderanlage verfangen hat, sowie die eigenartige Beschädigung im Bugbereich.

Zeitweise sind um das Wrack enorm große Fischschwärme beobachtet worden.

5. Der alte Lastensegler

Seit 1999 fahren wir direkt von der Basis vier historische Wracks an. Der "alte Lastensegler" gilt als eines der schönsten Wracks der Ostsee. Dieses vor 150-200 Jahren gesunkene Schiff ist komplett erhalten und wunderschön mit Seeanemonen bewachsen.

Weiterhin werden täglich ein erst im letzten Jahr entdeckter Zweimaster, das Trümmerfeld eines U-Bootes und ein kleiner Segler angelaufen.