Bootsausfahrt Zone A (ca. 10 min Fahrt)

 

1. Mergelbänke (vor Meschendorf)

Sehenswürdigkeiten:

eiszeitliche Mergelformationen

Maximale Tiefe:

9 m

Peilung:

2. Formation 360°, ca.7-10 min Tauchzeit

Beschreibung:

Bei den Mergelbänken handelt es sich um ein - in der letzten Eiszeit entstandenes Glazialsediment - welches aus einer Mischung aus Sand und Ton besteht. Durch den Rückzug der Gletscher nach Norden kam es zu einer Abschleifung des Bodens und es entstanden die charakteristisch parallel verlaufenden Rillen im Untergrund. Die dazwischen entstandenen Aufwerfungen treten heutzutage als bis zu 120 cm mächtige Bänke aus dem Ostseegrund hervor.

Die teilweise sehr beeindruckenden Formationen - die canyonartig seewärts verlaufen - sind durch die geringe Wassertiefe ständig den Erosionskräften von Wellen und Strömungen ausgesetzt, sodass sie ihr Aussehen ständig verändern. Die dadurch entstandenen Unterspülungen bieten den verschiedenartigsten Fischarten Unterschlupf (Butterfisch, Aal, Meeresforelle).

2. Teufelsschlucht (kurz vor Rerik)

Sehenswürdigkeiten:

Geröllfeld mit vielen Findlingen (bis 3 m), Seegraswiesen

Maximale Tiefe:

10 m

Beschreibung:

Vom Ankerplatz aus in Richtung Land befindet sich ein ausgedehntes Geröllfeld, das durch Seegraswiesen durchbrochen wird.

Seewärts findet man mit zunehmender Wassertiefe immer größer werdende Findlinge. Diese wurden bei der letzten Eiszeit beim Rückzug der Gletscher hier im Sediment abgelagert. Im Laufe der Jahre wurden die Findlinge immer weiter freigespült.

In den Seegraswiesen sind sehr häufig Seenadeln und Grasnadeln zu finden. Man sollte sehr genau hinschauen, da diese Fische ebenso wie ihre nahen Verwandten, die Seepferdchen, wahre Meister der Tarnung sind.

Ab Juni ist mit einem vermehrten Auftreten von Heringsschwärmen zu rechnen. Diese ziehen Hornhechte an, welche meist oberflächlich nah schwimmen.

3. Torfcanyon (vor Kägsdorf)

Sehenswürdigkeiten:

mächtige Torfablagerungen

Maximale Tiefe:

7 m

Beschreibung:

An dieser Stelle der Ostsee tritt Plattentorf durch den Untergrund. Der Torf entstand in den Randmooren der endeiszeitlichen Ostsee, die zu diesem Zeitpunkt noch ein riesiger Süßwassersee war. Als am Ende der letzten Eiszeit die Meeresspiegel stiegen, wurden auch die Randmoore überflutet, sodass wir sie heutzutage als Teile des Meeresgrundes sehen.

Durch die Kräfte von Wellen und Strömungen werden diese Torfablagerungen unterspült und brechen teilweise ab. Im Rahmen dieser Abbrüche werden immer wieder in den Torf eingelagerte Baumstämme sichtbar, die dann aus den Torfkanten hervorstehen.

Der Torfcanyon verläuft in einer Zickzacklinie parallel zur Küste und ist ca. 300 m lang. Unter den teilweise bis zu 2 m tiefen Ausspülungen verstecken sich sehr gerne Meeresforellen und Dorsche. Also Lampe nicht vergessen!

4. Torfbank

Sehenswürdigkeiten:

Torfformationen

Maximale Tiefe:

9 m

Beschreibung:

Ähnliche Torfformationen wie beim Torfcanyon. Sie sind jedoch nicht so mächtig. Die Torfformationen haben hier eine Stärke von 20-150 cm und verlaufen in leichten Wellen parallel zur Küste. Die Gesamtlänge beträgt ca. 300-400 m. Im nördlichen Bereich schwenkt die Torfbank in einem größeren Radius Richtung See.

In den Torfablagerungen findet man sehr häufig eingelagerte Bäume (Birken), bei denen selbst die Rinde noch sehr gut erhalten ist, als seien sie erst vor kurzem in die Ostsee gelegt worden.

5. Seesterneck

Sehenswürdigkeiten:

2 Abbruchkanten

Maximale Tiefe:

21 m

Beschreibung:

An diesem Tauchplatz fällt die Ostsee in zwei Abbruchkanten.

Zuerst von 9 m auf 15 m und dann von 15 m bis 21 m ab. Auf den parallel zu den Tiefenlinien verlaufenden Muschelbänken findet man eine enorme Anzahl von Seesternen, die sich von den Muscheln ernähren. Auf den Sandbänken findet man sehr häufig große Steinbutte.

Durch die exponierte Lage auf dem Trollegrund herrscht ständig eine leichte bis mittlere Strömung.

 

6. Bugspitze

Sehenswürdigkeiten:

wunderschöner, fischreicher Flachwasserbereich

Maximale Tiefe:

4 m

Beschreibung:

Bei ruhiger See ist hier wunderschönes Flachwassertauchen möglich.

Der extrem unebene Grund setzt sich aus Torf- und Mergelablagerungen zusammen. Diese Ablagerungen werden von bis zu 4 m tiefen Senken durchbrochen. Durch die geringe Wassertiefe kommen die Farben des Bewuchses - insbesondere der Rotalgen - voll zur Geltung. In den Torfablagerungen finden sich bisher noch nicht identifizierte Hölzer, welche parallel und in gleichmäßigen Abständen in den Boden eingelagert sind.

Durch die relativ große Entfernung ist dieser Tauchplatz vom Ufer für Angler nicht erreichbar, durch die geringe Tiefe für die Berufsfischer von See her nicht nutzbar, was den extrem dichten Bestand an Plattfischen erklärt.